Internet-Zugänge - von Analog über DSL bis Glasfaser
und mobil wie UMTS-HSPA
Für den Zugang zum Internet haben Sie verschiedene Möglichkeiten.
Die gängigsten Zugangsarten finden Sie über die obere
Navigationsleiste erklärt. Konkret eingegangen wird auf Zugangsarten
wie Analog, ISDN, DSL und andere Zugänge, die ich mit "DSL-Alternativen"
überschrieben habe.
Als in den 1980er Jahren Internet-Dienste bekannt wurden, bot
die Deutsche Post ihre Telefonleitungen zur Datenübertragung
an. Seinerzeit nutzte man die Analoge Übertragungsart, die
lediglich eine maximale Übertragungsgeschwindigkeit von bis
zu 56 KBit/s versprach. Zu Zeiten von BTX war diese Geschwindigkeit
noch ausreichend, doch zu Zeiten der grafischen Darstellung von
Webseiten (ab etwa 1994) war es aus, mit einer störungsfreien
Übertragung. Mit jeder Anfrage auf eine Webseite wurden nämlich
auch die Grafiken zur Darstellung der Webseite übertragen und
das konnte bei schlecht optimierten Seiten schon mal einige Minuten
in Anspruch nehmen.
Allerdings schon vor dem Boom des Internets stellte die Telekom
seine Telefonnetze von Analog auf ISDN um. ISDN ist eine digitale
Übertragungsart von Informationen und bietet zudem eine etwas
höhere Übertragungsgeschwindigkeit als Analog, nämlich
64 KBit/s anstatt 56 KBit/s. Mit ISDN wurde es möglich, dass
der Kunde über mehrere Telefonnummern telefonieren konnte oder
auch andere Dienste wie beispielsweise Telefon, Fax und Internet
zeitgleich nutzen konnte. Aber auch ISDN ist für die Nutzung
des Internets einfach zu langsam.
Ende der 1990er Jahre konzentrierte sich die Deutsche Telekom dann
endlich auf die Vermarktung einer neuen Breitband-Technologie auf
der Basis von ADSL. Das Produkt nannte sich T-DSL und bot dem Kunden
eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 768 KBit/s. Zwischenzeitlich
liegen die gebotenen Geschwindigkeiten zwischen drei und 50 MBit/s.
Aufgrund der Wiedervereinigung und den daraus entstandenen enormen
Aufbaukosten gibt es in Deutschland allerdings immer noch Versorgungslücken
hinsichtlich Breitband-Internet. Diese Versorgungslücken können
teilweise mit DSL-Alternativen geschlossen werden, allerdings kommen
auf den Endverbraucher zumeist höhere Kosten zu.
Eine generelle DSL-Alternative wäre Breitband-Kabel von den
drei großen Kabel-Providern Kabel-Deutschland, Kabel BW und
Unitymedia. Allerdings ist die Internet-Breitband-Versorgung über
Kabel flächenmäßig nicht wesentlich anders als bei
Breitband-DSL. Wirklich bundesweit verfügbar wäre Breitband-Internet
über Satellit, im Volksmund auch SkyDSL genannt. Allerdings
sind bei dieser Variante die Einstiegskosten für die Anschaffung
und Einmessung der Satellitenschüssel relativ hoch.
Konkurrenz hinsichtlich Breitband-Internet kommt in den letzten
Jahren auch von den Mobilfunk-Netzbetreibern, und zwar mittels GSM-EDGE
oder UMTS bzw. UMTS-HSPA. Teilweise werden die Kunden bereits mit
Geschwindigkeiten von bis zu 14,4 MBit/s versorgt; in der Regel
jedoch mit Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 MBit/s (T-Mobile und
Vodafone) oder 3,6 MBit/s (O2-Germany). Lediglich E-Plus hat erst
im Jahre 2009 mit der Aufrüstung seines UMTS-Netzes begonnen
und kann seinen Kunden lediglich einfaches UMTS mit 386 KBit/s bieten
(2010).
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