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Analog ins Internet - Schneckentempo mit 56 KBit/s


Wenn Sie bis jetzt nur einen analogen Telefon-Anschluss haben und damit ins Internet möchten, dann benötigen Sie ein Modem. Das Modem macht dann die Daten aus dem Internet für Ihren PC verständlich. In der folgenden Grafik können Sie sehen, wie die Internet-Daten übermittelt werden.

Mit einem analogen Telefonanschluss ins Internet

Sie sehen, die Internet-Daten werden digital übertragen, nämlich aus dem Internet zu Ihrem Provider und von dort aus auch zur Telefonvermittlungsstelle, an der Ihr Telefonnetz angeschlossen ist. Die Verbindung von der Vermittlungsstelle zu Ihrer Wohnung nennt man auch "letzte Meile". Die digitalen Daten aus dem Internet werden in der Vermittlungsstelle in analoge Daten umgewandelt und somit haben Sie die Ihnen bekannte Telefonverbindung. Möchten Sie die Informationen aus den analogen Frequenzschwindungen, die an Ihrer TAE-Steckdose ankommen, am PC betrachten, so benötigen Sie hierfür einen Umwandler, in der Fachsprache auch Modem genannt.

Ihr Modem wird normalerweise über das mitgelieferte Telefonkabel mit dem linken der beiden N - Anschlüsse Ihrer TAE - Telefondose verbunden. Oft sind die mitgelieferten Kabel viel zu kurz. Kaufen Sie sich am besten gleich ein langes!

Der N - Anschluss steht für "Nicht Telefonieren". Jede TAE - Dose hat drei Anschlüsse, rechts und links jeweils N, in der Mitte steckt dagegen auf jeden Fall das Telefon (F - Anschluss , ... wie Fernsprechen). Bei dieser Steckweise haben Sie rechts außen noch beispielsweise Platz für Ihren Anrufbeantworter. Die Anschlüsse der für Notebooks gebräuchlichen PCMCIA - Modems sind häufig F - kodiert.

In einer groß angelegten Web Promotion - Aktion wurde die Einführung der möglichen Internet-Anschlüsse bekannt gemacht. Seinerzeit, also in den 1980er Jahren war an Breitband-Internet noch nicht zu denken und somit war die Durchsatzrate von maximal 56 KBit/s noch ausreichend. Mit den ersten grafisch dargestellten Webseiten ab Mitte der 1990er Jahre war es allerdings vorbei mit dem "schnellen" Internet. Es mussten neben den Text-Informationen auch Grafiken übermittelt werden und diese bremsten das Internet, besser gesagt, den Analogen Anschluss erheblich aus. Zwar gab es zu dieser Zeit bereits ISDN als digitale Übertragungsart, doch ISDN ist lediglich für 64 KBit/s ausgelegt und somit auch nicht wesentlich schneller als Analog.

Haben Sie tatsächlich nur einen Analogen Telefon-Anschluss und möchten ins Internet, dann sollten Sie sich von einem Provider beraten lassen. In den meisten Fällen werden Ihnen heute Alternative Technologien wie beispielsweise DSL, Kabel-Internet, Satellit oder auch mobiles Internet via UMTS-HSPA angeboten. Ganz egal für welche Technologie entscheiden, sie ist auf jeden Fall kostengünstiger als wenn Sie (heute) bei einem Analog-Anschluss bleiben. So haben Sie heute DSL-Komplett-Pakete für gerade einmal 20,00 Euro im Monat. Damit können Sie unbegrenzt im Internet surfen und auch unbegrenzt ins Deutsche Festnetz telefonieren. Möglich wird dies über so genannte Flatrates (Pauschaltarife). Die Telefonate werden dann ebenfalls übers Internet geführt, man nennt diese Technologie Voice-over-IP, kurz VoIP. Ihr Telefon können Sie bei dieser Variante behalten. Sie lassen Ihren Anschluss einfach umstellen; in der Anwendung der Telefonate ändert sich nichts.





 
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