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ISDN ist für Breitband-Internet zu schwach


ISDN ist und war ein europäischer Sonderweg und besonders in Deutschland weit verbreitet.


Während Sie früher für ISDN in Großbritannien viel Geld bezahlen mussten, war ISDN in Deutschland vergleichsweise preisgünstig, jedoch zu den heutigen DSL-Anschlüssen relativ teuer.

Die Deutsche Telekom bietet ISDN immer noch sehr gerne an, obwohl ein ISDN-Anschluss bei den heutigen DSL-Komplett-Paketen mit Voice-over-IP (Internet-Telefonie) gar nicht mehr notwendig wäre. Bei einem schlechten Tarif bezahlen Sie neben der DSL-Grundgebühr auch noch eine Telefon-Grundgebühr, obwohl Sie Telefonate über das herkömmliche ISDN-Telefonnetz gar nicht mehr zu führen brauchen. Die über ISDN empfangbaren Informationen sind heute zudem derart langsam und im Vergleich zu DSL vor allen Dingen derart teuer, dass man sich sogar besser Hörbücher anschaffen könnte um die gewünschten Informationen schneller zu bekommen. Über ISDN Surfen ist heute im wahrsten Sinne des Wortes ein Luxus und diesen Luxus lassen sich die Provider leider auch sehr teuer bezahlen.

Leider gibt es in Deutschland immer noch DSL-Versorgungslücken und so bleibt dem Kunden oftmals nur die Möglichkeit, über ISDN ins Internet zu gehen. Hierbei hat ISDN gegenüber Analog wenigstens noch den Vorteil, dass Sie während eines Telefonates auch im Internet surfen können. Machbar wird dies durch die zweite ISDN-Leitung. Außerdem hat ISDN gegenüber Analog den Vorteil, dass Sie bis zu 10 Telefonnummern nutzen können. Zu ISDN gehören auch viele Sonderleistungen wie beispielsweise die Möglichkeiten einer Konferenzschaltung, Sie können mehrere Telefongespräche gleichzeitig annehmen und verwalten (Makeln) oder Sie können sich auch zurückrufen lassen, wenn Ihr Anschluss einmal besetzt sein sollte. Allerdings werden Ihnen diese Möglichkeiten auch über DSL mit VoIP geboten.

Haben Sie keine Möglichkeit eine DSL-Leitung zu nutzen und möchten via ISDN ins Internet, so können Sie für die Internet-Verbindung beide ISDN-Kanäle nutzen. Hierdurch erhöht sich die maximale Geschwindigkeit auf 2 x 64 KBit/s, also 128 KBit/s. Hierbei sollten Sie allerdings auch wissen, dass in diesen Fällen auch die doppelte Nutzungsgebühr berechnet wird. Bei ISDN-Internet stellen Sie sich auf hohe Kosten ein. Wenn möglich suchen Sie sich Alternativen wie beispielsweise UMTS. UMTS-Daten-Flatrates gibt es heute bereits unter 30,00 Euro monatlich. Damit können Sie dann uneingeschränkt ins Internet und haben immerhin eine Maximalgeschwindigkeit von bis zu 384 KBit/s. Sehr oft haben Sie bei UMTS-Angeboten heute auch schon die Tuner-Technologie HSPA mit im Angebot; die Kosten sind dabei nicht höher. Bei UMTS - HSDPA (das "D" steht für Download) haben Sie zumeist Mindestgeschwindigkeiten von bis zu 3,6 MBit/s, vielfach auch schon 7,2 MBit/s und in einigen Regionen bereits 14,4 MBit/s.

 






 
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